TuS Freya Friedewalde 1920 e.V.

Klares Votum und einige Tränen

29.01.2012 - 
TuS Freya Friedewalde stellt Weichen für die Zukunft / Otto Vinke (Foto oben, links) und Herbert Stehr Ehrenmitglieder

Petershagen-Friedewalde. Der TuS Freya Friedewalde hat seinen Vorstand wieder komplett, ein klares Votum für den neuen Handball-Spielverbund „HSV Minden-Nord“ abgegeben und zwei neue Ehrenmitglieder. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Jahreshauptversammlung, an der rund neunzig interessierte Mitglieder teilnahmen.
Nach dem Rückzug von Claudia Heiden vor einem Jahr vom Amt des zweiten Sportwartes war diese Position im siebenköpfigen Vorstand unbesetzt. Mit Jan-Frederic Krutschek gelang es dem TuS Freya nun, diese Lücke zu schließen. Der 27-Jährige, der seit vielen Jahren Handball spielt und beim TuS Freya mit das Sportfest organisiert, wird nach Abschluss seines Sportstudiums im kommenden Jahr über die  B-Lizenz Breitensport verfügen. „Es ist wichtig, dass wir einen jungen und fachlich kompetenten Mitarbeiter gefunden haben, weil der Breitensport immer wichtiger wird“, sagt Freya-Vorsitzender Jürgen Krüger, der durch die rund zweieinhalbstündige Versammlung führte.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Entscheidung zur Teilnahme an einem neuen Handball-Spielverbund. Der TuS Freya Friedewalde, der TV Stemmer und der TuS Minderheide planen, ab der kommenden Saison unter dem Namen „HSV Minden-Nord“ eine gemeinsame Handball-Abteilung zu betreiben. Die jetzige HSG Stemmer/Friedewalde würde dann aufgelöst werden. Der Vorstand des TuS Friedewalde hatte dazu einige Fragen zu beantworten, darunter teilweise komplexe und auch kritische. Letztendlich stimmte die Versammlung den Plänen mit großer Mehrheit zu. Von den abgegebenen Stimmen entschieden sich drei gegen den Beitritt zum HSV Minden-Nord, neun enthielten sich. „Ihr habt das Thema überzeugend erklärt, so dass auch wir älteren Mitglieder verstanden haben, dass es der richtige Weg ist“, sagte Heinrich Wehking, 75-jähriger ehemaliger Vorsitzender des TuS Friedewalde.

Emotional wurde es dann bei den Ehrungen. Mit Herbert Stehr und Otto Vinke ernannte der Vorstand zwei verdiente Mitglieder zu Ehrenmitgliedern. Eine Ernennung erfolgt beim TuS Friedewalde erst nach einer durchgängigen Mitgliedschaft von sechzig Jahren, verbunden mit einer mindestens zehnjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit im Verein. Diese Hürde nehmen Otto Vinke und Herbert Stehr locker. Vinke war 32 Jahre lang (1971 bis 2003) Kassierer. Er gründete 1975 die Tischtennis-Abteilung (Vorläufer des TTC Petershagen/Friedewalde), leitete sie rund dreißig Jahre lang und hob 1987 gemeinsam mit seinem Bruder Uwe Vinke die Vereinszeitung „Freya Aktuell“ aus der Taufe. Diese Vereinszeitung gibt es heute noch, und in den vergangenen 25 Jahren ist sie bislang 74 Mal (drei Ausgaben pro Jahr) erschienen. 

Herbert Stehr spielte, wie auch Otto Vinke, zunächst Handball, später Tischtennis und Faustball. Er war viele Jahre im Vorstand aktiv, unter anderem als Jugendwart und zweiter Vorsitzender. Stehr arbeitete im Festausschuss mit und gründete vor zwölf Jahren die Wandergruppe, die er heute noch leitet. Sportlich aktiv ist er derzeit nicht nur beim Wandern, sondern auch beim Nordic Walking. Die anwesenden Mitglieder standen bei der Zeremonie auf und spendeten beiden Ehrenmitgliedern „Standing Ovations“. Da war es um die Fassung der beiden geschehen und die Tränen standen ihnen in den Augen.

In seinem Ausblick mahnte Vorsitzender Jürgen Krüger an, sich auf gravierende gesellschaftliche Veränderungen einzustellen. Immer weniger Geburten, die Ausweitung  des Offenen Ganztages, aber auch die älter werdenden Mitglieder verlangten nach neuen Konzepten. Auf der Agenda für das laufende Jahr stünden zudem eine Satzungsreform sowie das fünftägige Sportfest (Donnerstag, 17. Mai bis Montag, 21. Mai). Für kommendes Jahr schloss der 47-Jährige eine Beitragserhöhung nicht aus, sollten Sportfest und Vereinszeitung aufgegeben werden. Außerdem machte Krüger die Mitglieder erneut darauf aufmerksam, dass er im nächsten Jahr nicht mehr kandidieren werde, und es derzeit noch keinen Nachfolger gebe.

Ehrungen
Silberne Ehrennadel (15 Jahre Mitgliedschaft): Tim-Lukas Wiegmann.

Goldene Ehrennadel (25 Jahre Mitgliedschaft): Christian Borgmann, Ulrike Borgmann, Wilhelm Borgmann, Sabine Buchholz, Martina Gieseking, Stefan Kruse, Lisa Ott, Heino Prieß, Rita Reimann, Hendrik Riechmann, Ursula Wulff-Redecker.

Silberne Ehrenmedaille (40 Jahre Mitgliedschaft): Helga Barg, Adele Borgmann, Irene Buchmeier, Alma Grannemann, Waltraud Heiden, Erika Lachtrup, Inge Marold, Angelika Stehr.

Ehrenmitglieder (60 Jahre Mitgliedschaft und besonderes ehrenamtliches Engagement): Herbert Stehr, Otto Vinke.

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